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Das Osterreiten ist ein alter sorbischer Brauch, der in der katholischen Oberlausitz, die zwischen den Kreisstädten Kamenz und Bautzen liegt, gepflegt wird, und jährlich viele Besucher in diese Region zieht.

Am Ostersonntag reiten die katholischen Männer einer Gemeinde in Frack (Gehrock) und Zylinder auf festlich geschmückten Pferden in die Nachbargemeinde, um dieser die frohe Botschaft zu verkünden, dass der Herr Jesus Christus auferstanden ist. Es ist Brauch, dass die besuchte Gemeinde einen Gegenbesuch durchführt. Jeder Prozessionszug, der aus bis zu über hundert Reitern und Pferden bestehen kann, darf dabei den anderen nicht kreuzen - das bringt Unglück. Vorneweg reiten die Fahnenträger, die Träger der Christusstatue und des Kreuzes.

Zu Beginn der Prozession wird gemeinsam der Ostergottesdienst gefeiert, danach umreiten die Osterreiter die heimatliche Kirche, werden gesegnet und begeben sich auf den Weg die frohe Botschaft ins Land zu tragen. Die Kirche bzw. der Dorfplatz, eines jeden Ortes, durch den der Zug führt, wird ebenfalls mehrmals umritten. Dabei werden - meist sorbische, manchmal auch deutsche bzw. lateinische - Kirchenlieder gesungen, kurz vor Ausritt aus dem Ort wird wieder laut gebetet.

In der besuchten Zielgemeinde werden die Reiter beköstig. Dies geschieht heute jedoch seltener. Vor dem Heimritt wird gemeinsam vor dem Friedhof oder in der Kirche gebetet und die Reiter werden ebenfalls vom Pfarrer gesegnet.

Quelle: Wikipedia.de

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